Klimagerät einlagern: Was vor der Winterpause zu tun ist
Wenn die Hitzewelle vorbei ist, wandert das Klimagerät meist ungereinigt in den Keller. Im nächsten Sommer riecht es dann muffig, kühlt schlechter oder springt gar nicht mehr an. Mit einer knappen Stunde Arbeit im Herbst lässt sich das vermeiden.
Restwasser entfernen, sonst schimmelt es
Der wichtigste Punkt. In jedem Monoblockgerät steht nach dem Betrieb Kondenswasser in der Auffangschale oder im Tank, auch bei Modellen, die das Wasser über die Abluft verdampfen. Bleibt es über den Winter stehen, bildet sich Biofilm, der im nächsten Jahr riecht und Keime verteilt.
Ziehen Sie den Ablassstopfen an der Unterseite, lassen Sie das Wasser vollständig in eine flache Schale laufen und kippen Sie das Gerät dabei leicht. Danach das Gerät einen Tag offen stehen lassen, damit die Restfeuchte verdunstet. Wer den Schritt überspringt, findet im Juni ein Gerät, das riecht.
Filter reinigen und trocknen
Die Luftfilter sind bei den meisten Geräten mit zwei Handgriffen entnehmbar. Grober Staub geht mit dem Staubsauger weg, danach unter lauwarmem Wasser ausspülen und vollständig trocknen lassen, bevor der Filter zurück ins Gerät kommt. Ein feucht eingesetzter Filter ist die zweithäufigste Geruchsursache. Wie oft das im laufenden Betrieb nötig ist, steht im Beitrag zum Reinigen der Klimaanlage.
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Schlauch, Dichtung und Kabel
Den Abluftschlauch abnehmen, ausklopfen und getrennt lagern, nicht gequetscht hinter dem Gerät. Fensterabdichtungen aus Stoff waschen und trocken zusammenlegen, Schaumstoffvarianten überstehen den Winter besser flach als gerollt. Das Netzkabel locker aufwickeln, nicht um das Gehäuse spannen, sonst leidet die Aderisolierung an den Knickstellen.
Der richtige Lagerort
Ein Klimagerät gehört aufrecht gelagert, niemals liegend. Im Kältekreislauf zirkuliert Öl, das sich beim Kippen im Verdichter verlagern kann. Falls das Gerät doch liegend transportiert wurde, lassen Sie es vor dem nächsten Einschalten mindestens zwölf Stunden aufrecht stehen.
Geeignet sind trockene, frostfreie Räume. Ein unbeheizter Keller ist in Ordnung, solange es dort nicht feucht ist. Ungeeignet sind Garage mit Bodenfeuchte, Dachboden mit Hitze im Sommer und Gartenhaus ohne Frostschutz. Decken Sie das Gerät mit einem Tuch ab, nicht mit Folie, sonst bildet sich Kondenswasser darunter.
Was im Frühjahr zu tun ist
- Filter prüfen und bei Bedarf noch einmal reinigen
- Gerät zwölf Stunden aufrecht stehen lassen, falls es liegend gelagert wurde
- Erst im Ventilatormodus starten, danach auf Kühlen umschalten
- Ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen ernst nehmen, sie deuten auf verlagerte Bauteile hin
Wer bei der Gelegenheit über eine Neuanschaffung nachdenkt, findet in der Nebensaison häufig bessere Preise als im Hochsommer. Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht in der Übersicht zur Wartung.
Häufige Fragen zum Einlagern
Muss das Kältemittel im Winter abgelassen werden?
Nein. Der Kreislauf ist geschlossen und bleibt es. Arbeiten am Kältemittel dürfen ohnehin nur Fachbetriebe mit Sachkunde ausführen.
Kann das Gerät im Freien überwintern?
Nein. Frost, Feuchtigkeit und Temperaturwechsel setzen der Elektronik und den Dichtungen zu. Ein trockener Innenraum ist Pflicht.
Wie lange hält ein mobiles Klimagerät?
Bei sorgfältiger Pflege sind acht bis zwölf Jahre üblich. Ohne Reinigung und mit stehendem Restwasser sind es oft nur drei bis vier.
